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Kurzbeschreibung der Bildungsveranstaltungen
Referent
Bernd Gerber
Grundwissen
für Kommunalpolitiker
Der Grundkurs für Kommunalpolitiker basiert auf der sächsischen
Gemeindeordnung als wichtigste Grundlage der Arbeit
der Gemeinde und des Rates.
Es werden die wichtigsten Rechtsgrundlagen, die ein
Ratsmitglied kennen muss, behandelt. Die Stellung der
Gemeinde, als öffentliches Rechsubjekt im
Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland, wird dem
Teilnehmer im Detail erläutert. Die Gliederung und
Bezeichnung der Gemeindearten werden im Vortrag
dargestellt. Es wird auf die Rangordnung der
Rechtsnormen, die im konkreten Fall anzuwenden ist,
hingewiesen. Weiterhin wird über die kommunale
Selbstverwaltung gesprochen, ihr Gestaltungsspielraum und die dazu gehörigen finanziellen
Mittel erörtert. Die drei Aufgabenfelder einer
Gemeinde werden erläutert, auf die Aufgaben und
Rechte des Gemeinderates wird eingegangen. Wie der
Gemeinderat als Beschlussorgan agiert und das
Verfahren zur Beschlussfassung, insbesondere das
Satzungsrecht, umgesetzt wird, ist ebenfalls Teil des
Vortrages. Weiterhin wird auf die Verfahrensweise bei
Ratssitzungen sowie die Stellung des Bürgermeisters
bzw. Landrates einer Gebietskörperschaft eingegangen.
Weiter werden Rechte und Pflichten der Fraktionen und
der einzelnen Ratsmitglieder im Detail besprochen.
Aufbaukurs
für Kommunalpolitiker
Zunächst werden die Inhalte des Grundkurses kurz
dargestellt.
Ziel des Aufbaukurses ist es die Themen des Grundkurses zu
vertiefen und neue Themen zu beleuchten. Entsprechend
der Kenntnisse der Teilnehmer bzw. deren Wünsche wird
individuell das einzelne Thema stärker vertieft.
Folgende Themen werden behandelt:
- Ablehnen ehrenamtlicher Tätigkeit
- Hinderungsgründe
- Änderung der Tagesordnung
- Ausscheiden, Nachrücken, Ergänzungswahl
- Vorberatung in Ausschüssen
- Einvernehmen mit dem Bürgermeister
- Wirkung von Beschlüssen
- Ausschüsse und Beiräte
- Ortschaftsrat
- Wirkung von Eingemeindungsverträgen
Kommunalwahlen
In dieser Veranstaltung werden die allgemeinen gesetzlichen
Grundlagen des sächsischen Wahlgesetzes vermittelt
und anhand auch von praktischen Beispielen erläutert.
- Grundlagenwissen
- Organisatorisches
- Gemeindewahlen und Kreiswahlen
- Wahlhandlung
Grundlagen
des Verwaltungsrechtes
Nicht
wenige Beschlüsse der kommunalen Beschlußorgane sind
oder haben Verwaltungsaktcharakter. Deshalb ist es
wichtig, das kommunale Mandatsträger sich mit den
Grundlagen des Verwaltungsrechtes beschäftigen. Im
Vortrag wird auf die einschlägigen Vorschriften des
-
Verwaltungsverfahrengesetzes
VwVfG
-
Verwaltungsgerichtsordnung
VwGO
-
Verwaltungszustellungsgesetz
VwZG
- Postzustellungsverodnung
-
Bürgerliches
Gesetzbuch BGB
eingegangen.
Bauplanungsrecht
Folgende
Schwerpunkte werden in dieser Bildungsveranstaltung
erläutert:
-
Qellen
des öffentlichen Baurechts
-
Unterschied
zwischen Bauplanungs- und Bauordnungsrecht
-
Aufgabe
der Bauordnung und Bauleitplanung
-
Planungsrecht
der Städte und Gemeinden
-
Übersicht
über Bauplanungsverfahren
-
Flächennutzungsplan
und seine Rechtswirkungen
-
Bebauungsplan
-
Vorhaben-
und Erschließungsplan
Vereine
als Wählergemeinschaft in der Kommunalpolitik
-
Was
ist eine Wählergemeinschaft?
-
Wie
kann ein Verein Wählergemeinschaft werden?
-
Warum
sollten Vereine kommunalpolitisch aktiv werden?
- Bürgerengagement
- nur wer mitmacht darf meckern
-
Wie
kann eine Wählergemeinschaft an Wahlen
teilnehmen?
- rechtliche Grundlagen
- Wahlvorschlag
- steuerliche Behandlung von Mitgliedsbeiträgen
und Spenden
-
Wählergemeinschaft
als Verein
- Vor- und Nachteile
Referent
Karlheinz Happe
Kommunalhaushalt
- Grundlagen der Doppik
Das
Seminar soll den Teilnehmer/innen einen Überblick über
die Systematik der DOPPIK vermitteln, ohne dabei den
Anspruch zu erheben zu wollen, buchhalterisches Wissen
im Detail zu vermitteln. Dabei werden verschiedene
Methoden der Wissensvermittlung angewendet:
Vortrag; Planspielsequenzen;
Diskussion und Übungen.
Referent
Sören Kristensen
Öffentlichkeitsarbeit
in Kommune und Verein
„Tue Gutes und rede darüber“
Erfolgreiche Kommunalpolitik in der Öffentlichkeit
entsprechend darzustellen, ist oft nicht einfach. Was
den Medien von der Kommunalpolitik erwarten und welche
Erwartungen Kommunalpolitiker an Medienvertreter
stellen, wie man ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis
schafft und welche Möglichkeiten von öffentlicher
Meinungsäußerung genutzt werden können, dies stellt den
wesentlichen Inhalt der Veranstaltung dar.
Grundwissen
bei öffentlicher Auftragsvergabe
Die Vergabe von öffentlichen Aufträgen stellt an alle
Beteiligten, Anbieter, Vergabestellen und
Kommunalpolitiker besondere Anforderungen. Hierzu sind
sowohl Kenntnisse der geltenden Rechtsvorschriften als
auch Kenntnisse für die sachgerechte Erstellung von
Leistungsverzeichnissen und Vergabedokumenten
erforderlich.
Referent
Herr Rechtsanwalt Dirk Nasdala
Kommunales Wirtschaftsrecht
im Freistaat Sachsen
Vor dem Hintergrund nach wie vor
steigender Verschuldung kommunaler Unternehmen hat der
Sächsische Landtag den vierten Teil der
Gemeindeordnung mit dem am 01. April 2003 in Kraft
getretenen Gesetz zur Änderung des kommunalen
Wirtschaftsrechts und des Sächsischen Wassergesetzes
vom 04. März 2003 geändert, um die Verantwortung zu
den Gemeinden und zwar den Gemeinderäten zurückzuholen.
Bürgerbegehren / Bürgerentscheid im Freistaat Sachsen
Auch im Freistaat Sachsen haben Bürgerinnen
und Bürger die Möglichkeit, mit Hilfe von Bürgerbegehren
und Bürgerentscheid direkt in die Kommunalpolitik
einzugreifen. Allerdings ist der Weg dorthin nicht
immer ganz einfach und mitunter mit einer Reihe von
Stolpersteinen versehen. Die Gemeindeordnung und
Satzungen der Gemeinden geben mehr oder weniger
detaillierte Regelungen vor, die genau berücksichtigt
werden müssen, damit ein Bürgerbegehren zulässig
ist und ein Bürgerentscheid überhaupt stattfinden
kann.
Referent
Herr Georg Grajewski
Das kommunale Leitbild – eine
Handlungsempfehlung
Die Verwaltungsmodernisierung in den Sächsischen Kommunen stellt nach
wie vor hohe Anforderungen an die politischen
Entscheidungsträger und die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in den kommunalen Verwaltungen,
Einrichtungen und Betrieben. Diese können jedoch nur
mit einer hohen Identifikation (Engagement), mit der
Folge einer hohen Motivation, aller Beteiligten erfüllt
werden. Um die Fragen nach der
Entstehung der Identifikation
beantworten zu können, müssen Betrachtungen zur
Entstehung von Identität (persönliche und soziale)
in den Mittelpunkt gerückt werden. Dabei geht es maßgeblich
um Kultur und Unternehmenskultur. Um eine bestehende Kultur und die damit verbundene Identität der
Beteiligten verändern zu können, ist die gemeinsame
Entwicklung eines Leitbildes ein profundes Mittel.
Die politischen Entscheidungsträger sollen diesen Veränderungsprozess,
wenn möglich, einleiten und unterstützen.
Referent
Dr. Hans-Jürgen Grasemann
Rechtsstaat
und innere Sicherheit auf kommunaler Ebene
lautet das Thema des Vortrages mit Dr. Hans-Jürgen Grasemann.
Dr. Grasemann beschäftigt sich in seinem Vortrag mit
extremistischen, insbesondere rechtsextremistischen
Erscheinungen, die auf unseren demokratischen
Verfassungsstaat einwirken und so eine Gefahr für ihn
darstellen.
Extremismus
umfasst alle Gesinnungen und Bestrebungen, die den
demokratischen Verfassungsstaat, seine fundamentalen
Werte und seine pluralistische Gesellschaftsordnung
ablehnen.
Rechtsextremismus
ist dabei längst nicht nur ein landespolitisches
Problem, sondern wirkt bis in die kommunalen Ebenen
hinein -
oder sogar aus dieser heraus. In nicht wenigen Räten
sitzen Personen mit einem Mandat einer extremen Partei
oder Gruppierung.
Rechtsextreme
Einzüge in Landesparlamente erzielen größere öffentliche
Aufmerksamkeit als in kommunale Räte.
Dennoch
müssen gerade Erfolge auf dieser Ebene mit großer
Aufmerksamkeit verfolgt werden. Gefährliche
rechtsextremistische Entwicklungen beginnen lange vor
der statistischen Überwindung einer parlamentarischen
5-Prozent-Hürde. Rechtsextremismus wächst
schleichend aus der Mitte der Gesellschaft.
Referent Herr Jens Möse
Sichere
Wege für Kinder und Senioren
Mit diesem Thema sollen Kommunalpolitiker, Eltern, Lehrer,
Senioren, vor allem die Bürgerinnen und Bürger
angeregt werden, sich immer wieder mit dem Thema der
öffentlichen Sicherheit und Ordnung auseinander zusetzen.
- Grundlagen der StVO
- Schulwegplan
- Besonderes Verhalten von Kindern und Senioren
- Verhalten der Kraftfahrer
- Aufgaben und Möglichkeiten der Städte und
Gemeinden
- Aufgaben und Möglichkeiten von Eltern
- Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit
- Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht
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